ADAC Bundesendlauf: Kevin Metzner zu Unrecht ausgeschlossen
Kevin Metzner wurde durch die Fehlentscheidung der technischen Kommissare zu Unrecht von der Veranstaltung ausgeschlossen. So wurde ihm sein sicher geglaubter Sieg verwehrt. So beschrieb Uwe Metzner, Vater und Betreuer des betroffenen Bambini-Piloten Kevin Metzner, die Sachlage nach dem Bundesendlauf.
Und Uwe Metzner geht bei seiner Aussage ins Detail:
Nachdem Kevin in den Freien Trainings die schnellsten Rundenzeiten fuhr, in beiden Heats gewann und sich im ersten Heat bei neun Runden sogar mehr als sechs Sekunden von seinen Verfolgern absetzen konnte, lies die Technische Überprüfung nicht lang auf sich warten. Den Technischen Kommissaren ist bei bei der Überprüfung ein “Lichtspalt” bei Kevins Zylinderkopf aufgefallen. Nach Auslegung der Technischen Kommissare ist dieser Spalt nicht zulässig und sie haben diesen “Mangel” an das Schiedsgericht weitergegeben.
“Am Samstagabend hatten wir die Möglichkeit bei Herrn Sudau vorzusprechen. Er begrüßte uns mit ‘Herr Metzner, sie können nach Hause fahren’. Nachdem ich fragte ‘Wieso?’, antwortete er mir mit: ‘Sie haben beschissen, sie können jetzt nach Hause fahren’. Ich fragte, ob es nicht eine Anhörung geben würde? Darauf sagte er: ‘”Dann müssen Sie bis morgen warten, nach dem Warm Up werden wir Sie nochmal aufrufen”, so Uwe Metzner. Mit einem für die technischen Kommissare besseren Zylinderkopf fuhr Kevin am Sonntag das Warm Up mit und konnte sich – sogar schneller als am Samstag – wiederum die Bestzeit sichern. Mit sechs Zehntel Sekunden Vorsprung pro Runde fuhr Kevin seiner Konkurrenz einfach davon.
“Nach dem Warm Up hatten wir die Möglichkeit, vor den Schiedsgericht eine Aussage zu machen und gaben zu Protokoll, dass dieser Zylinderkopf zu den ADAC Kart Masters und DMV Goldpokal eingesetzt worden ist und auch von dem selben TK für “Gut” befunden wurde und wir seit dem noch nicht den Motor aufgemacht hatten. So war unsere Frage, wie es denn sein kann, dass jetzt der Zylinderkopf auf einmal nicht der Homologation entspricht. Weder unsere Aussage vor dem Schiedsgericht ist auf offene Ohren gestoßen, noch hatten wir das Gefühl dass, wir bei dieser Veranstaltung Willkommen waren, ganz im Gegenteil: Wir sind doch eher vom Vorstand des Schiedsgerichts als Betrüger hingestellt worden”, ergänzt Uwe Metzner.
Uwe Metzner beschreibt den weiteren Werdegang: “Nach der Aussage ist der zuständige technische Kommissar vom Schiedsgericht befragt worden, und wir wurden zur Urteilsverkündung bestellt. ‘Sportstrafe mit Ausschluss von der Veranstaltung’. Nachdem das erste Rennen dann ohne Kevin stattfand haben wir unseren Zylinderkopf zurück bekommen und ich habe ihn einen meiner Konkurrenten gezeigt, der ohne zu zögern sagte: “Der Kopf ist in Ordnung, komm mal mit, wir gehen nochmal zu den TKs.” Bei den Technikern konnte dann nicht festgestellt werden, was an dem Kopf nicht in Ordnung ist. Es kam auch keine Aussage, nur “das Rennen ist ja vorbei, ihr seid uns doch sicher nicht böse” So wurde uns der sichere Sieg des ADAC Bundesendlaufes 2008 verwehrt. Dafür blieben wir uns Kosten für Startgebühr, die Kosten für Anreise, Boxenmiete und neue Reifen. Wir waren wohl einfach nur zu schnell…”
Als Uwe Metzner mit seinem Sohn Kevin wieder zu Hause angekommen war, haben die Betroffenen vom besagten Zylinderkopf mit IAME-Lehre Nr. 10215 ein Foto gemacht. “Das Foto schickte ich dann Herrn Günther (DMSB), der mich freundlicherweise anrief und informierte, dass der Kopf doch der Homologation entspricht und er das per Mail mir noch mitteilen wird. Nicht nur die Kosten sondern vielmehr der entstandene Image-Schaden von Kevin und dem Team NKS for Racing stehen auf dem Spiel, denn wir haben immer zu unserer obersten Devise gestanden: ‘Wir fahren sauber!’. Was ich aber mit ruhigen Gewissen sagen kann, wir haben noch nie betrogen, fahren immer sauber und machen noch nicht einmal im freien Training einen A-Krümmer ran um unsere Konkurrenten zu verunsichern, was einige bestätigen können. Schade, dass das Wochenende so verlaufen ist, auch für den ADAC Clubsport ist das keine gute Werbung”, beschreibt Uwe Metzner abschließend.
Quelle: www.NKS-Racing.de
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